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Mittwoch, 17. August 2011

Walmart geflüster


2. Tag
Am Tag nach meiner Ankunft bin ich so gegen 10 a.m. erwacht. Den Jet-Lag habe ich  einfach durch 24h nichtschlafen ausgetrickst (ich bin ja auch ein Fuchs! ;-)).
Netterweise hat mich Steffi (meine Nachbarin und Autohaendlerin meines Vertrauens) zum Frühstücken ins Waffle House (ein richtiger amerikanischer Frühstücks Diner) mitgenommen. Da ich mit der Auswahl auf der Speisekarte etwas überfordert war und ungefähr gar nichts auf der Karte kannte, habe ich mich an die Kinder von Nebentisch gehalten und einfach mit dem Finger auf das gezeigt, was am besten aussah. Alle restlichen Fragen habe ich einfach mit einem “Yes, please“ beantwortet (man soll ja auch mal versuchen nach jahrelangem Oxford-Schulenglisch diesen südstaatlich angehauchten Dialekt zu verstehen!). Zu meiner Überraschung bekam ich auch das was ich wollte und so konnten wir gestärkt zu Walmart starten!

Bei rausgehen bin ich erstmal auf eine Wand aus heißer Luft gestoßen. Dazu soll gesagt sein, dass die Amerikaner überall Klimaanlagen haben (nur in meinem Auto ist sie kaputt :-P). Und so kommt es, dass man hier im Gebäude friert und während es draußen knapp 91°F hat (für alle die so wie ich keine Ahnung von diesen Einheiten haben – es sind rund 33 Grad). Denn selbst die Klimaautomatik wird hier auf max. gedreht, denn wir folgen einem Leitsatz, den wir alle kennen: “Viel hilft viel!“. Dazu aber zu aber später mehr.

Im Walmart angekommen habe ich mich erstmal auf die suche nach Badartikeln gemacht. Vor dem richtigen Regal angekommen musste ich feststellen, dass hier alles wirklich groß ist. Also habe ich (da ich mich hier natürlich anpassen möchte) 1 Liter Shampoo und einen weiteren Liter Duschgel gekauft (in der Anwendung ziemlich handlich – NICHT!).Die nächste Abteilung, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat waren Waffen. Ein Paradies für ambitionierte Hobbysoldaten, Jäger und alle die einfach nur mal in der Gegend rumballern wollen. In dieser Abteilung findet man alles von Paintball Equipment bis zur Pumpgun mit Munition und natürlich darf das passende Outfit in Tarnfarben auch nicht fehlen!
Das restliche Grundangebot ist unserem sehr ähnlich. Der einzige Unterschied ist, dass es ALLES im Big Pack gibt! Saft und Milch wird beispielsweise Gallonenweise (zur Info: 1 Gallone entspricht 3,78 Liter) verkauft.
Was man in Deutschland aber garantiert nicht findet ist eine Art Rasthof für den erschöpften Shopper. Wenn man also Hygieneartikel, DVDs, Medikamente (für und gegen alles Mögliche und noch mehr) und natürlich nicht zu vergessen ein schönes Schießeisen im Einkaufswagen untergebracht hat kann man sich erstmal ein wohlverdientes päuschen beim Subway seines Vertrauens im ladeninneren gönnen!

Nach dieser kleinen Stärkung bewegt sich der Durchschnittsamerikaner auf seiner letzten Etappe zielstrebig durch die restlichen Abteilungen vorbei an einem letzten Fastfood Angebot (Chickenwings kann man auch im laufen essen ;-)) in Richtung Kasse. An der Kasse wird dann gefühlt jeder Artikel in eine eigene Plastiktüte gepackt. So hatte ich am Ende ein Meer von Tüten (wo war eigentlich noch mal was drin???), die ich stolz ins Auto packen durfte.

So, das wäre erst mal geschafft!

Nächste Etappe: Erster Arbeitstag!

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