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Montag, 12. September 2011

Drivers License


Um sich als anständiger Amerikaner bewegen zu können (also nicht zu Fuß) braucht man bekanntlich neben einem Auto auch noch einen Führerschein. Der deutsche ist nur 2 Monate nach der Einreise gültig. Also wieder Bögen lernen!

Nachdem ich dann alle Bögen mit den wichtigsten Statistiken für den amerikanischen Autofahrer (hier trifft meistens eher die Bezeichnung Trucklenker zu) gelernt hatte, machte ich mich mit Sabine und Chris auf den weg zum Drivers License Office.
Als erstes eine Nummer ziehen und warten…
…warten…
…aah meine Nummer leuchtet auf. Ich also sofort zum Schalter. Da erwartete mich eine nette Dame, die mich sehr stark an „Big Mamas House“ erinnerte. Um mich gleich mal beliebt zu machen habe ich als erstes alle meine Dokumente ausgebreitet (und es sind viele!) und der Frau einige Zeit gegeben, damit klar zu kommen.
Während dessen habe ich Sabine bei Ihrem Kampf gegen die Amerikanische Bürokratie beobachtet, denn so ein unscheinbares „ä“ im Nachnahmen führt Beamte hier an die Grenzen des Möglichen.
So, meine Sachbearbeiterin war fertig und die Fragestunde konnte beginnen: Name, Anschrift, Staatsbürgerschaft, was ich denn hier überhaupt zu suchen habe,  Organspender?, Augenfarbe, Haarfarbe, Größe – ähm Größe?
„I think it’s 1.85m. do you know meter?“
Antwort: „ähm … no“ (an dieser stelle sollte noch einmal erwähnt sein, dass ich mit den hiesigen Maßeinheiten weiterhin auf Kriegsfuß stehe)
Ein Glück, dass die da an der Wand eine Skala für all diejenigen haben, die entweder zu doof sind oder nicht zählen können! Ein Trick den mir Chris danach erst verraten hat ist es, bekannte Größen zu wählen und dann einfach hochzurechnen. Man nehme beispielsweise einen handelsüblichen Sub von Subway (footlong, die Zutaten sind individuell zu wählen) und überlegt sich, die groß dieser im Verhältnis zur eigenen Körpergröße ist. Also macht das für mich … 6 footlong Subs und drei Cookies! (schon wieder was gelernt!)
Nun durfte ich endlich an den PC und die Prüfung machen! Danach noch $15 zahlen, ein Bild und schon hatte ich meine „Learners Permit“ in der Hand.
An dieser Stelle mal etwas Wissenswertes:
Die Menschen hier machen die Theorieprüfung, zahlen $15 und erhalten dann ihre „Learnenrs Permit“. Mit dieser können sie ihr Auto zulassen und das Fahren lernen. Der deutsche fragt sich an dieser Stelle natürlich: wo lernen die denn jetzt das Fahren?! – Natürlich im Straßenverkehr nach dem learning by doing Prinzip!
Wenn man sich als junger Autofahrer dann im Straßenverkehr sicher fühlt, tritt man zur praktischen Prüfung an und darf sein Können beweisen…
5 Tage später
Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen, und bin zur praktischen Fahrprüfung gefahren!
Ich dachte ich geh da jetzt rein und dann geht’s sofort los, aber…der Papierkrieg begann von neuem und die nächste halbe Stunde verbrachten wir mit Dokumente abtippen und Fragenstellen.
Irgendwann ging’s dann auch endlich los.
Erste Kreuzung:
Ich: Innenspiegel, Außenspiegel, Blinker, Schulterblick, optionales Nochmalschauen
Sie: am schauen was grad bei „Dunkin Donuts“ im Angebot ist
Generell schien sie an meiner Guckerei wohl kaum Interesse zu haben.
Danach ab ins Wohngebiet:
rechts vor links und Grundfahraufgaben à rechts Ranfahren, Wenden in drei Zügen, „sanfte“ Vollbremsung, und ein paar Meter Rückwärtsfahren
Danach zurück Zum Drivers License Office, ein neues Bild machen und $4 zahlen.
Fertig!
Der Nächste Schritt ist die Autoummeldung und das Kennzeichen.
Mir schwebt zwar schon ein Kennzeichen vor, aber hätte gerne Vorschläge eurerseits! Schreibt mir einfach eine kurze Nachricht auf Facebook! Ich freu mich drauf!

1 Kommentar:

  1. Glückwunsch zur License! Das klingt spannend. Ich musste nur den Theorie-Test machen, da mir durch den vorhandenen Europäischen Führerschein die praktische Prüfung erlassen wurde :-)
    Viel Erfolg weiterhin und sicheres Fahren!

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